…….“holzschnittartig“: ein Ausdruck, der meist an ein fest gefügtes, klar strukturiertes und streg gefasstes Arbeiten denken lässt. Für mich tritt jedoch im Laufe meiner andauernden Auseinandersetzung mit dem Medium Holzschnitt zunehmend der prozessuale Charakter der Arbeit zutage. Die Auswahl der Druckmaterialien, das Schneiden des Druckstockes, das Drucken und letztendlich die Darbietung als Teile eines umfassenden Prozesses, der über die Präsentation und der hieraus entstehenden Auseinandersetzung mit dem Werk hinaus, weiterführende Impulse aufzeigt.
Das Drucken allein schafft nicht etwas absolut Feststehendes, das Drucken selbst ist schon Umwandlung, Transformation, Prozess.
"in meiner derzeitigen Arbeit befasse ich mich verstärkt mit ornamentalen Komponenten und Strukturen im Holzschnitt. Ausgehend von Eindrücken aus dem Tagesgeschehen, von Anregungen durch Erinnerungsstücke, Fotografien, Zeitungsartikel, Auf- Zeichnungen usw. schreibe ich ausgewählte Momentaufnahmen in die Druckstöcke ein.
Im Erarbeitungsprozess, der den Druck, d.h. das fertige bedruckte Blatt, nicht nur als abschließendes endgültiges Produkt des Druckvorganges sieht, sondern als Teil des Druckprozesses auffasst, entstehen mehrere, sich überlagernde Druckplatten, die ich dann von Hand abziehe. Das Drucken von Hand wiederum ist eine wichtige Phase des Prozesses, der eine intensive Auseinandersetzung mit dem künstlerisch bearbeiteten Sujet gleichzeitig intendiert und manifestiert".
